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Als kleines Kind hoffte ich jedes mal, wenn ich vom langen Sommerurlaub im Ausland zurückkam, dass ich mich nicht mehr an Wien erinnern kann. Erinnern im Sinne des Wiederekennens. Ich wünschte mir, alles so zu sehen, als wäre es das erste Mal. Die Ringstrasse entlang zu fahren und sich zu denken, oh was für schöne Gebäude, nach Hause zu kommen, in ein zu Hause, dass man zum ersten Mal bezieht.
Natürlich erkannte ich alles wieder. Ich war auch nicht wirklich enttäuscht. Vielleicht etwas ernüchtert, weil das Abenteuer vorbei war und der Alltag wieder einsetzte. So fühl ich mich auch heute noch. Heim kommen bedeuted immer auch wieder gewohnte Strukturen, bekannte Abläufe. Ein Ende eben von Abenteuer oder Aufbruch. Es können diese Dinge aber wiederrum nur existieren, wenn es so etwas wie Heimkommen gibt. Denn von wo aus sollte man sonst aufbrechen?

Und man kann sich ja nur wünschen etwas nicht zu kennen und neu zu entdecken, wenn man weiß, dass das was es zu entdecken gibt gut und schön ist.
 
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