[>>]
icon

 
Überall wird Internationalität gepredigt, gefordert, gepriesen. Und ja, sie ist auch wichtig, wenn man nicht nur durchhetzt sondern mitnimmt Und ja, ich würde jedem nationalen Politiker Auslandsjahre verordnen. Und es ist schön überall Leute zu kennen auf der Welt und verschieden Sprachen zu sprechen und Ansichten zu hören.

Nur sammeln will ich die Leute nicht - einen in dieser Stadt, weil es so cool ist und einen dort, weil in der Region fehlt noch jemand. Nein, das will ich nicht und doch ertappe ich mich manchmal dabei, dass ich bei Auslandsfreundschaften "großzügiger" bin. Mit Leuten Kontakt halte, die ich in Wien nicht oft treffen würde. Aber hie und da ein Email in die Ferne ist nicht schwer und hie und da ein Besuch - wenn die Stadt cool ist- doch auch nicht. Doch trotz - oder auch wegen - dieser Oberflächlichkeiten hie und da, sind gerade Auslandsfreundschaften oft auch so besonders. Man setzt sich losgelöst von eingeprägten Verhaltensweisen und oft viel intensiver mit Menschen auseinander, man ist neugieriger und offener. Man IST großzügiger.


Zuletzt kam ich mir aber selbst fast schon wie ein Klischee vor, als ich berichtete, dass ich ein Wochenende in Basel verbracht habe um dort Freunde zu besuchen, die ich vor 4 Jahren bei einem Seminar im Tessin kennen gelernt habe und außerdem an dem Wochenende eine englische Freundin und ein deutscher Bekannter, die ich bei meinem Praktikum in Brüssel kennengelernt habe, in der Stadt waren.

Ach ja, und kommendes Wochenende fahre ich nach Brüssel zur Hochzeit meiner ehemaligen amerikanischen Mitbewohnerin mit einem Norweger.

Sonst noch was? Thank god I´m international!
 
resident of twoday.net
powered by Antville powered by Helma
AGBs xml version of this page