[>>]
icon

 
Es ist nur eine Kleinigkeit. Der Bus vor der Nase davongefahren. Der nächste fährt eine halbe Stunde später. Im Nirgendwo angekommen. Schweizer Nirgendwo. Gewerbegebiet, Autobahnbrücken, Schulgebäude, Feldwege, Schießplatz... Nur kein Feuerübungsplatz. Nur nicht die Leute mit denen man die Feuerübung haben sollte. Von drei verschiedenen Menschen in drei verschiedene Richtungen geschickt worden. Dann - bereits über eine halbe Stunde zu spät - aufgegeben, mir das Aufgeben noch mit einem Anruf im Büro rückversichert. Und am Rückweg im Bus in Tränen ausgebrochen. Lächerlich. Aber ich kenne kein Aufgeben, Aufgeben ist Versagen, ist Mangel an Stärke, ist eine Lücke im System, passt bei mir nicht rein, stößt mich in einen Abgrund. Nur kurz, dann hatte ich mich wieder gefangen. Wenn ich weitergesucht hätte, hätte ichs ja gefunden, nur wäre die Feuerübung schon ausgewesen. Auch keine Alternative. Alternativenlos. Die Verzweiflung und die Fassungslosigkeit trifft immer dann wenn man es am allerwenigsten erwartet.

 
resident of twoday.net
powered by Antville powered by Helma
AGBs xml version of this page